Das Orchester spielt weiter, während die Decks brennen
Warum die Katastrophe nicht kommt. Sondern schon da ist. Die Bilder flimmern über die Bildschirme, Tag für Tag: Brände, die ganze Landstriche verschlingen; Fluten, die Städte in Schlammwüsten verwandeln; Stürme, die mit beispielloser Wucht zuschlagen. Und jedes Mal hören wir das gleiche Mantra: "beispiellose Naturkatastrophe", "Weckruf", "wir müssen handeln". Ein müdes Lächeln ist das Mindeste, was man darauf erwidern kann. Denn wer noch von isolierten "Katastrophen" spricht, hat den Schuss nicht gehört – oder will ihn nicht hören. Was wir erleben, sind keine einzelnen Unglücke. Es sind die deutlich sichtbaren Symptome eines Systems im Endstadium seines Versagens, die Zuckungen eines Organismus, der an seiner eigenen Unersättlichkeit erstickt. Der perfekte Sturm: Wenn alle Dämme brechen Vergessen Sie die Idee, die Klimakrise sei das einzige Problem. Sie ist nur der sichtbarste Riss im Fundament eines Kartenhauses, das an allen Ecken und Enden brö...