Klima-Briefing vom 30.03.2026
Der 30. März 2026 hat einen gemeinsamen Nenner: Was wir wissen, reicht nicht. Die Daten über den Meeresspiegel sind falsch. Die Biodiversitätspläne fehlen. Die Wetterrekorde in Südasien liegen jenseits der Aufzeichnungsgeschichte. Und in Kenia sterben Menschen an einer Doppelkrise, die keinen Namen hat, weil sie keine einzelne Schlagzeile füllt. Seit dem 6. März 2026 steigt die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen in Kenia kontinuierlich an. Am 28. März bestätigte der National Police Service 108 Tote – fünf mehr als am Vortag [1]. Blitzfluten haben Fahrzeuge mitgerissen, die Stromversorgung beschädigt und über 2.700 Familien vertrieben. Im Norden des Landes, in den ariden und semiariden Regionen (ASALs), läuft parallel eine andere Katastrophe: Über 3,7 Millionen Menschen drohen laut IPC-Bericht bis Juni 2026 in akute Hungersnot zu geraten. 400.000 von ihnen befinden sich bereits in Phase 4 – „Emergency" [2]. In Teilen des Nordostens sind 90 Prozent der Wasserquellen versiegt...