Klima-Briefing vom 30.04.2026
Dieses Briefing erzählt von einem Land, das sich selbst verbrennt - und von einem Eis, das aufhört zu existieren. Der 30. April liefert fünf Datenpunkte aus den USA, der Arktis und Svalbard, die zusammen ein Bild zeichnen, das kein einzelner Blickwinkel vollständig erfasst: Das Klimasystem reorganisiert sich schneller, als gesellschaftliche Systeme reagieren können. In den USA brennen in diesem Jahr bislang 1,84 Millionen Acres - fast das Doppelte des 10-Jahres-Durchschnitts für diesen Zeitpunkt [1]. Gestern wurden 109 neue Feuer gemeldet, sechs davon sofort als Großbrände eingestuft. Die kritischsten Regionen sind der Südosten - Georgia und Florida - sowie der Four-Corners-Bereich im Westen, wo Windböen bis 65 km/h auf eine relative Luftfeuchtigkeit von 5 bis 15 Prozent treffen [1]. Der Sommer hat noch nicht begonnen. Das National Interagency Fire Center warnt: Sollte der Super-El-Niño 2026 tatsächlich eintreten, könnte die laufende Saison die schlimmste der Messgeschichte werden. Das...