Klima-Briefing vom 29.03.2026
Wenn Zahlen nicht stimmen Der heutige Klimatag hat einen gemeinsamen Nenner: Die Zahlen stimmen nicht. Nicht das Meereis, nicht die Schneedecke, nicht die Brandgase im Amazonas – und auch nicht die Modelle, auf die sich Klimapolitik stützt. Was heute sichtbar wird, ist weniger ein einzelnes Ereignis als eine methodische Unterkante: Das System ist schlechter dran, als die offiziellen Datensätze zeigen. Zum zweiten Mal in Folge hat das arktische Wintereis seinen Höhepunkt auf Rekordtief erreicht. Am 15. März maßen NASA und NSIDC eine Ausdehnung von 14,29 Millionen Quadratkilometern – statistisch gleichauf mit dem Tiefstwert 2025 [1]. Das Defizit gegenüber dem Mittelwert 1981–2010 entspricht der doppelten Fläche von Texas. Bedeutsamer als die Fläche ist jedoch, was ICESat-2-Satellitendaten zeigen: Das Eis ist dünner geworden, besonders in der Barentssee. Weniger Fläche, weniger Volumen, weniger Mehrjahreseis, das die Sommerschmelze überdauert. Der Klimawissenschaftler Zack Labe von C...