Posts

🔬 Jacobson #32 – Preisinflation & Instabilität

  Das Argument in einem Satz Kakao +280%, Kaffee +55%, Olivenöl +50%, UK-Kartoffeln +22% in wenigen Monaten – alle direkt auf Klimaextreme zurĂĽckfĂĽhrbar, alle innerhalb von 2022–2024. Eine BSC/PIK-Studie aus 2025 hat 16 dokumentierte Preisschock-Ereignisse in 18 Ländern analysiert: Fast alle ĂĽbertrafen jeden historischen Präzedenzfall vor 2020. Und diese Schocks wirken nicht wie Blasen, die platzen – sie wirken wie Treppen, die sich dauerhaft nach oben verschieben. Klimawandel ist kein Inflationstreiber der Zukunft. Er ist bereits im Einkaufskorb. Status laut Top-40-Check đź”´ Aktiv eskalierend / bereits messbar – BSC/PIK/UCB (Environmental Research Letters 2025): 16 Preisschock-Ereignisse in 18 Ländern 2022–2024 dokumentiert und attributiert; fast alle ĂĽbertrafen historische Präzedenzälle. ECB Economic Bulletin Januar 2026: Kakao- und Kaffeepreise mehr als verdoppelt seit Januar 2024; teilweise klimaattribuiert. Kotz et al. (PIK/ECB, Nature Comm. E&E 2024): +1–3 Prozentpunkt...

🔬 Jacobson #31 – Permafrostauftau

  Das Argument in einem Satz Ein Viertel der gesamten Landmasse der Nordhalbkugel ist von Permafrost unterlagert – ein gefrorenes Archiv, das 1.460 bis 1.600 Milliarden Tonnen Kohlenstoff enthält, fast doppelt so viel wie derzeit in der gesamten Atmosphäre. Der Arktische Herbst 2024 und Winter 2025 waren die wärmsten seit 1900. In ĂĽber 200 Alaska-Flusssystemen färbt freigesetztes Eisen aus tauendem Permafrost FlĂĽsse orange. Und dieser Kohlenstoff steht in keiner nationalen Klimabilanz. Status laut Top-40-Check đź”´ Aktiv eskalierend / systemisch unterschätzt – NOAA Arctic Report Card 2025: wärmste Arktis seit 1900 (Oktober 2024–September 2025). 2024 zweitwärmste Permafrosttemperaturen in der Geschichte. Zweitsthöchste Waldbrandemissionen ĂĽber dem Polarkreis. AWI / Nature Climate Change 2024 + MPI-M / Surveys in Geophysics 2025: Kein einzelner globaler Kipppunkt – aber viele lokale und regionale, irreversibler Kohlenstoffverlust. Woodwell 2025: Infrastrukturschäden "on par with a...

Klima-Briefing 24.03.2026 - Sichtbares und Unsichtbares

Sturm und Stille  Der heutige Klimatag wird von einer Kombination aus sichtbarer Wetterextremität und weitgehend unsichtbarem Kollaps der Biosphäre geprägt. In den USA verdichtet sich ein „wilder Wettertag“ aus Spätwinter-Schneesturm, schweren Gewittern und erhöhter Brandgefahr zu einem Bild klimatischer Entkopplung, während mehrere neue Berichte und Studien zeigen, wie schnell Pflanzen, Wirbeltiere und ganze Ă–kosystemfunktionen global an Belastungsgrenzen stoĂźen.  Im Fokus der Extremwetterlage stehen heute die Vereinigten Staaten. Ein Spätwinter-Schneesturm trifft den Nordosten, während gleichzeitig im Ohio-Tal schwere Gewitter toben und im SĂĽden erhöhte Waldbrandgefahr herrscht. Diese gleichzeitige Präsenz antagonistisch wirkender Phänomene – Schnee, Gewitter, Hitzestress und Brandgefahr – ist ein typisches Muster eines aufgeheizten und energetisch ĂĽberladenen Klimasystems. Die zusätzliche Energie in der Atmosphäre und in den Ozeanen verschiebt die Basislinie, aus der Wetter...

Alles auf Rot – Der 23. März 2026 und was die Zahlen wirklich bedeuten

Der 23. März 2026 ist kein gewöhnlicher Montag. Es ist Weltmeteorologietag — und die Weltorganisation fĂĽr Meteorologie (WMO) hat ihn genutzt, um ihren Jahresbericht 2025 zu veröffentlichen. Das Ergebnis: Die Erde befindet sich in einer energetischen Schieflage, die in der gesamten Beobachtungsgeschichte kein Pendant hat.  WMO  Gleichzeitig brennt der amerikanische SĂĽdwesten im März mit Sommertemperaturen, und eine Studie im Fachblatt  Nature  legt nahe, dass die Welt den Anstieg der Meere systematisch falsch berechnet hat. Drei Meldungen, ein Muster. Der WMO-Bericht: Elf Rekorde in Folge Der WMO-Bericht bestätigt: 2015–2025 sind die heiĂźesten elf Jahre seit Messbeginn. 2025 war das zweit- oder drittwärmste Jahr der 176-jährigen Aufzeichnungsgeschichte — rund 1,43 °C ĂĽber dem vorindustriellen Mittel von 1850–1900.  World Meteorological Organization  Zum ersten Mal fĂĽhrt der Bericht die Erdenergiebilanz als eigenen Klimaindikator — die Differenz zwischen eint...