Klima-Briefing vom 24.04.2026
Feuer, Flut, Hitze — und der stille Kollaps darunter Klima-Briefing, 24. April 2026 Heute dominiert keine einzelne Katastrophe den Klimatag - es dominiert die Gleichzeitigkeit. Japan brennt, Südchina versinkt in Rekordniederschlägen, Südasien kocht unter Feuchtigkeit, die Thermometer lügen lässt. Und in Kolumbien versucht ein Bündnis von 50 Ländern das zu reparieren, was 30 Jahre UN-Klimapolitik nicht schaffte: das Wort „fossile Brennstoffe" überhaupt in einen Vertragstext zu schreiben. Im Hintergrund liefert die Wissenschaft dieser Tage ein Bild, das ruhiger klingt als es ist: Die Natur verlangsamt sich - nicht weil sie sich erholt, sondern weil sie die Kraft zur Erneuerung verliert. In der Präfektur Iwate, Nordostjapan, kämpfen 700 Feuerwehrleute und 13 Luftfahrzeuge gegen Waldbrände, die seit dem 22. April über 431 Hektar verbrannt haben und sich auf das Zentrum der Kleinstadt Otsuchi vorarbeiten [1]. 2.500 Menschen - ein Viertel der Stadtbevölkerung - wurden evakuiert. Der ...