Klima-Briefing vom 19.04.2026
Dürre, Ozeanabsturz und das organisierte Vergessen Während die Klimabewegung um Aufmerksamkeit kämpft, verdichten sich die physikalischen Signale. Drei Entwicklungen dominieren den heutigen Klimatag: Die größte Frühjahrs-Dürre in der US-Geschichte seit Beginn der Aufzeichnungen, eine Neubewertung des atlantischen Meeresstroms, die bisherige Projektionen weit übertrifft – und ein systematischer Abbau jener Institutionen, die diese Prozesse überhaupt noch messen können. Die Trockenheit in den USA hat Ausmaße erreicht, die für diesen Zeitpunkt im Kalenderjahr nie zuvor dokumentiert wurden. Mehr als 61% der kontinentalen Vereinigten Staaten befinden sich laut U.S. Drought Monitor in moderater bis außergewöhnlicher Dürre [1] – der höchste Wert für Mitte April seit Einführung des Monitors im Jahr 2000. Im Südosten des Landes sind 97% der Fläche betroffen; Georgia, North Carolina und South Carolina erleben die trockenster September-März-Periode seit 1895. Florida, wo die Waldbrandsaison...